NEUE ERFAHRUNGEN
Die Kleinen sind es gewohnt im vertrauten Element "Wasser" zu schwimmen. Auch im Mutterleib fühlten sie sich darin wohl und geborgen. Eine gute Hilfe in der Wanne oder einem Schwimmbecken kann ein leichtes Tuch (Stoffwindel) sein, welches man um das Baby legt. So erlebt es eine Begrenzung und fühlt sich sicher. Mit der Zeit genießt das Kleine das Getragen werden durch das Wasser und sammelt neue Eindrücke. Diese Momente legen neue Synapsen im Gehirn an und stimulieren den Gleichgewichtssinn.
Auch schwimmende Gegenstände können das Baby zur Aktivität animieren. Lass Dein Baby nie unbeaufsichtigt und bleib in direkter Nähe.
NASSE LERNSITUATIONEN
Kinder werden wie magisch vom Wasser angzogen. Sie beobachten und wollen im Geschehen dabei sein. Neue Lernsituationen lassen das Kind aktiv bleiben und machen zudem Spass. Die Kids lernen was es heißt, etwas schwimmt, der Stein geht unter oder ich muss mich bewegen um die kleine Ente zu erreichen. Auch Bälle im Planschbecken oder mit Struktur sensibilisieren die Sinne und hinterlassen Lernerfahrungen.
Lass Kinder nie unbeaufsichtigt am Wasser, auch nicht mit Schwimmhilfen oder im flachen Planschbeckenwasser. Hier besteht immer die Gefahr, dass sie hinfallen oder ausrutschen, dabei ertrinken oder auch auf einmal zu atmen aufhören.
SPIELEN UND LERNEN
Je größer die Kinder werden umso mehr Freiheit und Selbstständigkeit fordern sie ein. Das ist auch gut so. Doch besonders am und im Wasser ist es wichtig, dass vertraute Erwachsene in der Nähe greifbar sind. Die Voraussetzung, dass Kinder alleine im Wasser sind ist, dass sie sicher und ohne Schwimmhilfe schwimmen können. Besprich klare Regeln, vereinbar Zeiten und Plätze und bestärke sie selbstbewusst zu sein. Das kann sein durch:
- Ich vertraue Dir
- Ich bin für dich da
- Bitte ggf. andere um Hilfe
- Probiere Neues aus
- Du kannst das
- Du kannst auch anderen helfen
- Du darfst "NEIN" sagen
- Du darfst nicht von jedem angefasst werden.
Ideen für den Alltag
GERÄUSCHE GEBEN VERTAUEN
Bereits im Bauch können Babys Geräusche wahrnehmen. Wird eine Spieluhr auf den Bauch oder neben die werdenden Mama gelegt, lernt das Kind bereits vor der Geburt die Musik kennen. Dies schafft eine gute Basis, eine vertraute Situation durch die bekannte Musik vor und auch nach der Geburt zu schaffen.
Eine Auszeit, Ruhe und Entspannung tun dem Kind und der Mutter gut. Vor allem unterstützt dies wesentlich die Mutter-Kind-Bindung.
LAUSCHE DER NATUR
Es gibt nichts Spannenderes als gemeinsam den Geräuschen der Natur, auf der Spur zu sein. Im Freien lassen sich viele laute und leise Töne wahrnehmen. Sei es der Vogel der zwitschert, der Wind der rauscht oder auch ein Kieselstein der ins Wasser plumst. Gemeinsam zu LAUSCHEN fördert die Konzentration, das Hören von unterscheidlichen Tönen und schafft einen Momente der Ruhe.
Auf gehts... und den Geräuschen auf der Spur sein.
AUFNEHMEN - ABSPIELEN - RATEN
Egal wie alt man ist, zu rätseln schafft immer Freude und macht Spaß.
Mit einem Aufnahmegerät oder Telefon können ganz einfach einzelne Geräusche in der Natur aufgenommen werden. Daraus wird beim Anhören ein Ratespiel das Jung und Alt begeistert.
Probiert es aus... und lauscht genau. Ihr werdet erstaunt und überrascht sein, dass manche Geräusche gar nicht so einfach zu erraten sind.
MIT FARBE BEKITZELT
Spannend ist es für ein Kind zu beobachten, wie die eigene Hand mit Finderfarbe angemalt wird. Doch nicht nur die Beobachtung hinterlässt nachhaltige Spuren für die Entwicklung. Das besondere Gefühl den Pinsle und die Farbe auf der Haut zu spüren, regt den Tastsinn an und vermittelt ein neues Gefühl mit individuellen Erfahrungen. Solche Erlebnisse sind für Kinder in diesem Alter von besonderer Bedeutung und regen zum aktiven Tun an. Es dauert nicht lange und das Kind will selbst die Farbe mit den Fingern verstreichen. Lassen sie es zu… Ihr Kind lernt gerade viel dabei.
Zum Abschluss kann die bemalte Hand auf ein Papier gedrückt, eingerahmt und aufgehängt werden.
DIE HÄNDE VERDOPPELN
Wenn Kinder schon Erfahrungen mit dem bemalen der HÄnde gemacht haben, ist es für diese Altersgruppe ein besonderes Highligth, einmal die Hand auf einen Kopierer zu legen und eine Kopie zu machen. Das Ergebnis ist wirklich beeindruckend. Probieren Sie es gemeinsam mit Ihrem Kind aus und sprechen Sie mit darüber. Fragen wie: "Was ist auf dem Bild zu sehenß" "Was kannst Du entdecken?" Interessant wird es, wenn mehrere Handkopien von unterschiedlichen Personen gemacht werden.
Versuchen Sie es, Ihr Kind und Sie werden erstaunt sein welchen beeindruckenden Effekt so eine Kopie hat.
Auch daraus lässt sich ein schönes Bild oder Geschenk gestalten.
IN DEN TON GREIFEN
Wenn Kinder einige Zeit mit einem Material wie Knete, Salzteig oder Ton arbeiten steht besonders das aktive Tun und nicht das Ergebnis im Vordergrund. Stellen Sie Ihrem Kind solche Materialien zu Verfügung und genießen auch Sie das Arbeiten damit. Zudem entspannt es, Stress kann abgebaut werden und manchmal kann darin richtig versinken. Der Einsatz der Hände und Finder erfordert Kraft, Feingefühl, Druck, Loslassen, Konzentration und Ausdauer. Alles wesentliche Kompetenzen für den Erwerb der eigenen Handschrift. Es muss nicht sein, aber wenn man will, kann die eigene Hand auf eine Topplatte gedrückt, mit dem Messer ausgeschnitten und getrocknet werden.
UNTERM BLÄTTERDACH
Der Herbst glänzt mit seinen unterschiedlichen Farben. Ein besonderes Erlebnis für ein Baby ist es, wenn es das Farbenspiel erleben kann. Stellen Sie den Kinderwagen z.B. einmal unter einen Baum oder legen Sie sich mit Ihrem Kind in die Wiese und beobachten Sie das Treiben der Blätter im Wind.
IM BLÄTTERHAUFEN
Mit dem Kind kann ich im Garten arbeiten und daraus ein Erlebnis machen z.B. Herbstschätze sammeln oder Blätter auf einen Haufen schieben. Besonders Spass macht es, in den Blätterhaufen zu hüpfen oder sich darin abwechselnd Gegenstände verstecken. Daraus kann ein lustiges Suchspiel entstehen.
HERBST IN FORM UND FARBE
Jedes Blatt ist einzigartig in Form und Farbe. Und doch sind einige Blätter irgendwie gleich. Das Sortieren von Blätterformen und unterschiedlichen Herbstfarben sowie das Legen von Natur - Mandalas ist entspannend und fördert die Kreativität. Das kann ein attraktives Bild mit Freude entstehen lassen.
NEUE UMGEBUNG - NEUER REIZ
Eine andere Umgebung verändert die Wahrnehmung auf kleine und große Dinge. Und das nicht nur bei Babys.
Wenn die Seifenblasen einmal im Wald oder in der Winterlandschaft geblasen werden, erhalten die Augen und das Gehirn einen neuen Reiz und es entsteht ein weiterer Lerneffekt.
Auch der Wind kann einen neuen Beobachtungsreiz schaffen z.B. wenn die Seifenblasen auf einer Windböe davongetragen werden.
ATMEN UND ENTDECKEN
Beim Blasen des Seifenwassers einmal genau darauf zu achten, dass nur eine große Blase entsteht. Wenn sie davon gleitet in der Silhouette der Seifenblase entdecken, was es darin zu sehen gibt. Damit verbunden ist die Übung, gut einzuatmen und lange auszuatmen. Erst das lässt eine große Blase entstehen. Dies verbindet das Spiel mit einer Atemübung. Das stärkt die Lungen, fördert die Konzentration und entspannt.
DÜNNE HAUT AUS EIS
Auf ins Freie, wenn es grimmig kalt ist und mit Seifenblasen ein besonderes Experiment wagen. Beim Blasen des Seifenwassers kann man dabei ein kleines Wunder beobachten. Mit etwas Geduld landet eine große Blase und beginnt durch die Kälte langsam zu gefrieren. Dabei entstehen auf der dünnen Seifenhaut wunderschöne Eis - Kristallmuster. Staunen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind und genießen Sie den tollen Anblick.
BLUMENWIESE
Wenn Baby´s in einer Blumenwiese liegen können sie mehrere Sinneserfahrungen sammeln. Zum einen nehmen sie den Geruch von Kräuter und Blumen auf, zum anderen verändert sich die Perspektive. Dies sind Erfahrungen welche neue Verknüpfungen im Gehirn ermöglichen.
STRAUSS PFLÜCKEN
Mit dem Kind an einer Wiese einen Strauß Blumen pflücken. Dabei kann über die unterschiedlichen Namen der Pflanzen und das Aussehen gesprochen werden.
Dadurch eröffnen Sie dem Kind die Möglichkeit, das Gesehene in Worte zufassen. Durch das Gespräch erweitert sich der Wortschatz.
ETWAS PFLANZEN
Pflanzen Sie gemeinsam z.B. Kräuter in einem Topf oder im Garten an. Diese können für Getränke oder zum Kochen verwendet werden.
Zugleich erfährt das Kind Wesentliches darüber, was Pflanzen brauchen. Es kann Verantwortung übernehmen z.B. durch das tägliche Gießen.